Wie im Vorfeld bereits spekuliert wurde, wird der Facebook-Konzern umgetauft in „Meta“.

Das hat Firmenchef Mark Zuckerberg jetzt auf der „Facebook Connect augmented and virtual reality conference“ öffentlich und damit offiziell gemacht. Beobachter hatten schon Stunden vorher bemerkt, dass die Firmenschilder am Hauptsitz des Unternehmens verdeckt worden sind – vermutlich, um möglichst zeitnah den neuen Namen präsentieren zu können.

Mega: Facebook heißt jetzt „Meta“

Facebook heißt also jetzt „Meta“. Ich persönlich finde das einen ziemlich nichtssagenden, wenn nicht sogar albernen Namen – doch wir werden uns wohl daran gewöhnen müssen.

„Meta“ ist jetzt quasi die Dachmarke, zu der Facebook, Instagram und WhatsApp gehören – die größten und wichtigsten Marken des Konzerns. Da Facebook alias Meta aber expandieren will, soll der Konzernname nicht mehr länger nur an das Ursprungsprodukt Facebook erinnern.

Stattdessen soll „Meta“ wohl eher als Versprechen verstanden werden: Der Konzern begibt sich auf eine „höhere Ebene“. Was sogar stimmt, denn die Konzernmutter überwacht schließlich das Wirken der Netzwerke. Es ist aber eben auch gleichzeitig eine wenig subtile Andeutung auf Mark Zuckerbergs nun hinreichend deutlich gemachten Pläne, ein „Metaversum“ zu schaffen. Quasi ein neues Über-Internet: Eine VR-Welt, in der sich viele Dienste anbieten und vor allem gutes Geld verdienen lässt.

Neue Zielrichtung: Metaversum statt Social Network

Mega: Facebook heißt jetzt „Meta“

Mark Zuckerberg hat einiges vor: Schon in fünf Jahren soll Facebook respektive Meta nicht mehr in erster Linie als Social-Media-Konzern verstanden werden, sondern als Metaverse-Unternehmen. Auf der Konferenz am heutigen (28.10.2021) Abend präsentierte Zuckerberg dann auch vor allem Konzepte, Ideen und Produkte, die in dieses Themenfeld passen. Fast so, als wolle er die „Sozialen Netzwerke“ hinter sich lassen.

Möglicherweise spielt es auch eine Rolle, dass Whistleblowerin Frances Haugen Facebook und Instagram gerade das Leben schwer macht. Auch die Politik wird wach und plant Einschränkungen für die Plattformen. Die EU etwa mit dem „Digital Services Act“ – und da sind Konstrukte wie ein „Metaversum“ noch nicht mitgedacht.

Für Meta könnte das neue (willkommene) Schlupflöcher bedeuten.

Die Politik wäre gut beraten, die Dinge nicht erst geschehen zu lassen, sondern sich schnell und vor allem zeitnah Gedanken zu machen, wie ein „Metaversum“ reguliert und gestaltet werden soll. Denn eins steht fest: Das, was Mark Zuckerberg da vorhat, würde noch ungleich mehr Macht und Kontrolle bedeuten als der Konzern heute schon hat.

Vorausgesetzt, das mit dem Metaversum wird etwas.